Zum Hauptinhalt springen

6

Anastasia Kobekina, Cello
  • Franz Schubert

    Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 «Der Tod und das Mädchen»
  • Ezio Bosso

    Streichquartett Nr. 5 «Music for a Lodger»

Stadtkirche Liestal

23. Februar 2027

19:30 h

Abonnent A und B

Giulia Tonelli, Tanz; Michele Pastorini, Choreografie/Tanz; David Castro-Balbi, Violine; Flavia Grubenmann, Violine; Oszkar Varga, Viola; Andreas Fleck, Violoncello

Nicht von dieser Welt

Im Zentrum dieses Abends steht ein epochales Meisterwerk: Schuberts «Der Tod und das Mädchen». Der Tod tritt hier nicht als Schrecken auf, sondern in Gestalt einer Frau. Sie umarmt, was Schubert, was wir alle nicht abwehren können – und so wird das Quartett zu einer bitter-zärtlichen Annäherung an ein Ende, das in der Kunst Versöhnung findet. Daneben erklingt das fünfte Streichquartett des italienischen Musikstars Ezio Bosso, der mit nur 49 Jahren starb. Schon gezeichnet von seiner Krankheit, vermittelte er bis zuletzt die Botschaft, die Schönheit des Lebens als Kraftquelle zu verstehen.
Was diesen Abend «nicht von dieser Welt» macht, ist die Verbindung dieser Musik mit dem Tanz. Giulia Tonelli, in Pisa aufgewachsen, war Primaballerina des Balletts Zürich und tanzte am Royal Ballet sowie am Teatro alla Scala. Durch den Kinofilm «Becoming Giulia» (2022) wurde sie einem breiten Publikum bekannt. Michele Pastorini, geboren in Sizilien, war Erster Solist am Kroatischen Nationaltheater in Rijeka und entwickelt eine choreografische Sprache, die kraftvolle Körperlichkeit, Theatralik und einen menschzentrierten Ansatz verbindet. Das musikalische Fundament legt eine Streichquartettformation der CHAARTS – des 2010 am Künstlerhaus Boswil gegründeten Schweizer Ensembles, das mit seiner Bandbreite von Barock bis Gegenwart längst zu den unverwechselbaren Stimmen der europäischen Kammermusikszene zählt.
Das Künstlergespräch ab 18.45 Uhr moderiert der Journalist und Schriftsteller Thomas Brunnschweiler.

«Die weich fliessende Eleganz, die Kraft, die perfekte Fussarbeit auf der Spitze, spannungsgeladen bis zum Äussersten.» oper-aktuell.info